Lutherisches Verlagshaus - Ein Tagebuch

Das Lutherische Verlagshaus ist der Verlag der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers: Als kleines Tagebuch des Verlegers sollen diese Seiten Einblick geben in unseren Alltag.

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NEUE ZUKUNFT FÜR MITARBEITENDE 

Lutherisches Verlagshaus in Hannover wechselt seinen Besitzer

LVH

Das traditionsreiche Lutherische Verlagshaus in Hannover (LVH) wechselt zum 1. Januar 2015 seinen Besitzer. Die hannoversche Landeskirche als bisher alleinige Gesellschafterin gibt ihre gesamten Anteile an die Evangelische Presseverband in Norddeutschland GmbH in Kiel ab, teilte die evangelische Landeskirche am Mittwoch mit. Über die Kaufsumme wurde einem Kirchensprecher zufolge "Vertraulichkeit vereinbart". Das Medienwerk der Nordkirche wird die Abteilungen Buchverlag, Internet-Shop "Einfach Evangelisch" und Evangelische Zeitung in Hannover weiterführen.

Die Landeskirche hatte im Juni angekündigt, drei Abteilungen schließen zu wollen. Hintergrund waren jährliche Defizite zwischen 300.000 und 400.000 Euro. Etwa 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten um ihre Arbeitsplätze fürchten. Mit der neuen Lösung könnten "die meisten Arbeitsplätze" erhalten werden, hieß es. Wie viele Mitarbeitende dennoch vom Verlust ihrer Arbeitsstelle betroffen sind, ist einem Sprecher zufolge noch nicht entschieden. Die Verhandlungen seien noch nicht endgültig beendet. Dem Betriebsrat des LVH zufolge soll die Abteilung Marketing-Service mit sechs Arbeitsplätzen von der Landeskirche direkt übernommen werden.

In dem 1947 gegründeten Verlag sind rund 40 Mitarbeitende beschäftigt. Unter dem Dach des Verlagshauses wird bisher auch der Evangelische Pressedienst Landesdienst Niedersachsen-Bremen (epd) produziert. Die Nachrichtenagentur wird künftig von ihrem Träger, dem Verband Evangelischer Publizistik in Niedersachsen und Bremen, herausgegeben. Ihm gehören die fünf Landeskirchen in Niedersachsen und die Bremer Kirche an.

Der Vizepräsident des hannoverschen Landeskirchenamtes, Rolf Krämer, sagte, mit dem langjährigen Partner aus dem Norden gebe es eine sichere Perspektive für die kommenden Jahre. Der Geschäftsführer des Presseverbandes in Norddeutschland, Professor Matthias Gülzow, sagte, dass die in Hannover und Oldenburg erscheinende Evangelische Zeitung bereits seit vier Jahren mit der Kirchenzeitung der Nordkirche kooperiere. Der Verband werde künftig seine Aktivitäten im Buchverlag bündeln und so den Standort Hannover erhalten.

Der Betriebsrat des LVH begrüßte, dass mit dem Verkauf viele der bedrohten Arbeitsplätze zunächst gesichert seien. Dennoch blieben einige Beschäftigte weiter im Ungewissen, sagte der Vorsitzende Hans-Gerd Martens: "Immer noch befürchten wir, dass langjährige verdiente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Kündigungen unter dem Weihnachtsbaum haben werden."

Gesellschafter des Evangelischen Presseverbandes Norddeutschland sind die Nordkirche sowie ihre 13 Kirchenkreise und der Evangelische Presseverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

epd
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Kirche in der digitalen Welt

Wie bereits berichtet, widmet sich die EKD-Herbstsynode 2014 dem Schwerpunkthema „Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft“. Ralf Peter Reimann, der Internetbeauftragte der Evangelischen Kirche im Rheinland, hat sich in einem ausführlichen Blog-Post mit der evangelischen Kirche im digitalen Zeitalter auseinandergesetzt.

„Kirche und Social Media“ auf wir-e.de hat die wichtigsten Punkte aufgelistet...


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Bild: Björn Schlüter

Neues Teammitglied am Bord

Jungredakteur Nicolas Benjamin Schlüter entdeckt Licht der Welt

Der Evangelische Pressedienst und die Evangelische Zeitung begrüßen ein neues Teammitglied. Der Jungredakteur Nicolas Benjamin Schlüter (brandneu) wird ab sofort für die Bereiche "Bgla", "Ga" und "Prrrt" zuständig sein, teilten die nach eigenen Angaben stolzen Eltern am Mittwoch mit.

Eingestellt wurde die Nachwuchskraft bereits am Dienstag um 21.24 Uhr. "Wir sind froh und glücklich, diese bundesweit einmalige, kerngesunde Kraft mit ihren 4040 Gramm journalistischem Gewicht bei uns zu haben", sagte der Vater.

Der Einstellung vorausgegangen waren die typischen, schmerzhaften Gespräche zwischen Personalchefin und Nachwuchskraft. Nach einigen
Komplikationen im Verfahren entschloss sich das weiß bekittelte Berufungskomitee allerdings dafür, Nicolas Benjamin per Not-Kaiserschnitt anzustellen, hieß es.

Personalchefin und Nachwuchskraft waren zwar zunächst etwas schockiert über diesen Schritt, sind aber inzwischen wohlauf. Beide haben sich entschlossen, ihre Tätigkeiten in den kommenden fünf Tagen in einem evangelischen Klinikum fortzusetzen.

Björn Schlüter, epd und Evangelische Zeitung


Herzlichen Glückwunsch!

Wir gratulieren unserem Kollegen und seiner Frau von Herzen zu ihrem Sohn und wünschen Björn Schlüter eine schöne, bereichernde und gesegnete Zeit!

ALLE KOLLEGEN AUS DEM LVH




Marcel Drews vor etwa 2 Jahren
Herzlichen Glückwunsch den stolzen Eltern!
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Bild: Evangelische Zeitung

NEUER GESCHÄFTSFÜHRER IM LVH

Diplom-Ökonom Ralf Müller ist Nachfolger von Pastor Christof Vetter

Nachdem der hannoversche Pastor Christof Vetter (54) die Geschäftsführung der Lutherischen Verlagshaus GmbH (LVH) in Hannover niedergelegt hat, wird der kaufmännische Betriebsleiter Ralf Müller (58) bis zum Ende des Jahres die Leitung des Hauses übernehmen. Die Aufsichtsräte haben diesen Wechsel auch für den Verband Evangelischer Publizistik (VEP) Niedersachsen-Bremen und den Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen (ekn) beschlossen, teilte das Verlagshaus am Montag mit.

Die hannoversche Landeskirche, die alleinige Gesellschafterin des Hauses ist, hatte Anfang Juli die Schließung von drei Abteilungen verkündet. Hintergrund seien wirtschaftliche Probleme. Betroffen sind der Buchverlag, der Online-Buchhandel und der Bereich Marketing-Service. Bis zu 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen um ihre Arbeitsplätze fürchten. In dem 1947 gegründeten Verlag sind rund 40 Mitarbeitende beschäftigt. Die jährlichen Defizite betragen der Landeskirche zufolge zwischen 300.000 und 400.000 Euro.

Der Diplom-Ökonom Müller ist seit mehr als zehn Jahren für das Marketing und die Vertriebsleitung im LVH zuständig. Davor war der Prokurist als Kaufmännischer Leiter bei einem Anlagenbauunternehmen tätig. Christof Vetter hatte die Geschäftsführung im Februar 2009 übernommen. Der aus Württemberg stammende Pastor war zuvor Pressesprecher der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Vetter hatte im August angekündigt, die Geschäftsführung des LVH niederzulegen, um den Weg für die anstehenden Verhandlungen um die Zukunft des Verlagshauses freizumachen. Die Landeskirche führt inzwischen nach eigenen Angaben Verhandlungen über die Abgabe oder den Verkauf der betroffenen Geschäftsbereiche. Ziel sei es, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.

Als Geschäftsführer war Vetter auch für den Verband Evangelischer Publizistik und den Kirchenfunk zuständig. Zum VEP gehören die Evangelische Zeitung und der Evangelische Pressedienst (epd) Niedersachsen-Bremen. Sie sind von den Schließungen nicht betroffen. Vetter war außerdem Direktor des Evangelischen Medienservicezentrums der Landeskirche. Hier wird der Abteilungsleiter des Fundraisings, Pastor Paul Dalby, die Leitung übernehmen.

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DS LVH war auch mit dabei 

Zehntausende streifen bei "Langer Nacht" durch Hannovers Kirchen - Bischof Meister: Kirche und Kultur können sich gegenseitig bereichern

Rund 37.000 Menschen haben sich am Freitagabend nach Angaben der Veranstalter an der siebten "Langen Nacht der Kirchen" in Hannover beteiligt. Bei anfangs trockenem und später regnerischem Spätsommerwetter flanierten sie von Kirche zu Kirche oder verbrachten den ganzen Abend in einer der vielen christlichen Gemeinden, die bis Mitternacht ein Kulturprogramm anboten. Unter dem Motto "Himmel über Hannover" öffneten insgesamt 67 Kirchen vieler Konfessionen ihre Türen - vier mehr als vor zwei Jahren. Dadurch stieg auch die Zahl der Besucher leicht an.

Der evangelische Landesbischof Ralf Meister sagte in der Markuskirche, Kirche und Kultur könnten sich gegenseitig bereichern. Musik und Literatur, Film und Theater erzählten häufig Geschichten, die auch aus der Perspektive des Glaubens bedeutsam seien. Ein Schattendasein in den deutschen Kirchen führe allerdings der Tanz - im Unterschied zu afrikanischen oder ostasiatischen Kirchen. Das hänge mit einer Jahrhunderte langen Tradition in Europa zusammen, die sich mit der "Leiblichkeit des Glaubens" schwer tue.

Die 67 Gemeinden boten bei der "Langen Nacht" ein buntes Programm zwischen Gospel und Orgel, Tango und Theater, Kino und Kabarett. In der mittelalterlichen Kreuzkirche in der Altstadt waren Kurzfilme von Charlie Chaplin zu sehen, untermalt von Orgel und Schlagzeug. Es gab eine "Gospelkirche", eine "Jazzkirche", eine "Kabarettkirche" und eine "Dichterschlacht" mit fünf "Live-Poeten". Unter den teilnehmenden Kirchen waren 40 evangelisch-lutherische und 13 römisch-katholische Gemeinden, dazu mehrere Freikirchen.
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Bild: Michael Eberstein

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Bild: LVH

Vetter legt Geschäftsführung des Lutherischen Verlagshauses nieder

Der hannoversche Pastor Christof Vetter (53) will zum 4. Oktober die Geschäftsführung der Lutherischen Verlagshaus GmbH (LVH) in Hannover niederlegen. Mit diesem Schritt möchte er den Weg frei machen für die anstehenden Verhandlungen um die Zukunft des Verlagshauses, heißt es auf der Internetseite der hannoverschen Landeskirche von Montag. Die Landeskirche, die alleinige Gesellschafterin des Hauses ist, hatte Anfang Juli die Schließung von drei Abteilungen verkündet. Hintergrund seien wirtschaftliche Probleme.

Betroffen sind der Buchverlag, der Online-Buchhandel und Marketing-Service. Bis zu 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen um ihre Arbeitsplätze fürchten. In dem 1947 gegründeten Verlag sind rund 40 Mitarbeitende beschäftigt. Die jährlichen Defizite betragen der Landeskirche zufolge zwischen 300.000 und 400.000 Euro.

Die Landeskirche trage letztlich das wirtschaftliche Risiko, sagte der Vizepräsident des Landeskirchenamtes, Rolf Krämer. Es sei nicht möglich, die Defizite regelmäßig aus Kirchensteuermitteln auszugleichen. Die Landeskirche führt inzwischen nach eigenen Angaben Verhandlungen über die Abgabe oder den Verkauf der betroffenen Geschäftsbereiche. Ziel sei es, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.

Als Geschäftsführer des Lutherischen Verlagshauses ist Vetter auch für den Verband Evangelischer Publizistik (VEP) in Niedersachsen und für den Evangelischen Kirchenfunk in Niedersachsen (ekn) zuständig. Zum VEP gehören die Evangelische Zeitung und der Evangelische Pressedienst (epd) Niedersachsen-Bremen. Sie sind von den Schließungen nicht betroffen. Vetter ist außerdem Direktor des Evangelischen Medienservicezentrums der Landeskirche.

Der Vizepräsident des Landeskirchenamtes, Arend de Vries, dankte Vetter in einer ersten Reaktion für die bislang geleistete Arbeit, besonders für seinen Einsatz für den Erhalt von Arbeitsplätzen. De Vries ist Aufsichtsratsvorsitzender für den VEP und den ekn. Christof Vetter hatte die Geschäftsführung im Februar 2009 übernommen. Der aus Württemberg stammende Pastor war zuvor Pressesprecher der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

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Urlaubsstimmung und Sternschnuppen 

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Bild: Dieter Sell

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Bild: privat

Wir nehmen Abschied

Der evangelische Theologe und Journalist Siegfried von Kortzfleisch ist am Sonntag im Alter von 85 Jahren in Lübeck gestorben. Dies bestätigte das Krankenhaus in Lübeck am Montag dem epd. In den 1970er und 80er Jahren gehörte von Kortzfleisch zu den einflussreichsten Publizisten des deutschen Protestantismus.

Von 1970 bis 1981 war er in Hannover Chefredakteur der "Lutherischen Monatshefte", die im Lutherischen Verlagshaus bis zur Jahrtausendwende erschienen sind. Danach wechselte er als stellvertretender Chefredakteur zum "Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt" in Hamburg.

Jahrzehntelang engagierte er sich für den Deutschen Evangelischen Kirchentag und für den christlich-jüdischen Dialog. Zuletzt lebte er in Lübeck und betrieb dort eine kleine Privatagentur für Medienarbeit.

In Dresden als Sohn eines ranghohen Offiziers geboren, absolvierte von Kortzfleisch nach seinem Studium der Evangelischen Theologie in Mainz, Basel und Göttingen ein Zeitungsvolontariat bei der Rheinischen Post in Düsseldorf und promovierte in Göttingen. Von 1955 bis 1960 war er Studienleiter der Evangelischen Akademie Bad Boll. Im Anschluss ging er bis 1969 zur Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Stuttgart.

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LESERBRIEF: „DAS LVH HAT IMMER MUT BEWIESEN"

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Bedauern habe ich wahrgenommen, dass die Landeskirche das Lutherische Verlagshaus künftig nicht mehr unterstützen wird, dass insofern Entlassungen und - mindestens - berufliche Veränderungen belastender Art einem Teil der Betroffenen drohen.

Das Lutherische Verlagshaus hat immer wieder Mut bewiesen: mit der Veröffentlichung des Bandes „Bewahren statt Bekennen?“, der m.E. in die Bibliothek eines/einer jeden Theologen/Theologin zumindest der Hannoverschen Landeskirche gehört; mit dem Folgeband über die Nachkriegszeit, mit dem Buch über 1968 und die Folgen, mit der Studie über Brunotte. All dies war nicht ohne Widerspruch möglich, all dies gehört zur bei Kirche nicht immer selbstverständlichen Kategorie „Zivilcourage“.

Das von Kirche oft eher ausgeblendete Thema „Gefängnisseelsorge“ wurde ebenfalls berücksichtigt; alle anderen seinerzeit von uns in den Blick genommenen Verlage lehnten (wegen zu geringer Erfolgsaussichten) unser Manuskript ab, das dann im LVH unter dem Titel „Nur die Bösen? Seelsorge im Strafvollzug“ erschien und, soweit ich sehe, seinen Platz in der Fachliteratur gefunden hat.

Den im LVH Tätigen an dieser Stelle ein Dankeschön und gute Wünsche für die eher unsichere Zukunft.

Ulrich Tietze, Seelsorger in der JVA Hannover und in der Henriettenstiftung

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„Da hängt mehr dran, als man glaubt“

Mitarbeiter des Lutherischen Verlagshauses (LVH) in Hannover haben am heutigen Dienstag für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert. Sie stellten 18 Stühle vor die Tür des Verlagshauses und machten damit auf 18 mögliche Kündigungen aufmerksam. "Wir wollen verdeutlichen, dass hinter den betriebswirtschaftlichen Zahlen konkrete Menschen stehen", sagte eine Mitarbeiterin...

Mehr über die Aktion und über die Situation im LVH


Bild: Evangelische Zeitung

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